Kachelofen Tipps und Tricks

Ein Kachelofen ist eine zukunftsorientierte Anschaffung die nicht nur gut geplant sondern auch richtig gehandhabt werden will. Speziell Anfangs gibt es einige Kleinigkeiten die bei der Nutzung eines Kachelofens bedacht werden müssen. Bei optimaler Nutzung haben Sie länger Freude an Ihrem Kachelofen und sparen sich gleichzeitig etwaige Wartungs- bzw. Reparaturkosten.

Kachelofen das erste Mal befeuern

Jeder neu aufgesetzte Kachelofen benötigt eine Trocknungszeit von etwa 6 Wochen. Nach dieser Stehzeit kann der Kachelofen über den Verlauf von etwa 8 bis 9 Tagen langsam mit geringen Mengen an Brennstoff geheizt werden. Wir unterstützen unsere Kunden in diesem Zusammenhang und übernehmen das erste befeuern und geben zusätzlich eine genaue Einschulung vor Ort.

Welches Holz darf in den Kachelofen?

Die Wahl des richtigen Brennstoffs ist wichtig für die Langlebigkeit Ihres Kachelofens. Allgemein kann jegliches Hartholz (Buche, Esche, Birke) genutzt werden. Im Fall der Buche kann man vom besten Brennstoff für den Kachelofen sprechen. Die Buche brennt länger und entwickelt zusätzlich viel Glut. Die Esche hat grundlegend die selben Eigenschaften wie die Buche ist dafür aber seltener. Die Birke ist auch ohne weiteres für die Verbrennung im Kachelofen geeignet, brennt im Vergleich zur Buche aber schneller ab.

Papier, Zeitungen, Haushaltsmüll oder feuchtes bzw. lackiert oder bemaltes Holz sollte nicht im Kachelofen geheizt werden. Eigenes Holz sollte zwischen zwei bis drei Jahre trocken gelagert werden, bevor Sie es im Kachelofen verheizen.

Weitere Informationen zu Brennstofen für den Kachelofen

Scheitholz

Nur naturbelassenes, lufttrockenes Holz mit bis zu 20 Gewichtsprozent Wassergehalt eignet sich als Brennholz
für Ihren Kachelofen. Den richtigen Trocknungsgrad erreicht man nach zweijähriger, gedeckter, luftiger Lagerung im Freien. Geeignet ist jede Holzart, egal ob Hart- oder Weichholz: Buche, Rotbuche, Ahorn, Eiche, Birke, Akazie, Fichte, Tanne, Föhre, Lärche… Die Scheitholzstärke kann bis zu 10 cm betragen, Rundlinge bitte spalten! Bei der Wahl der Länge von 25 bis 50cm orientiert man sich an den Brennraumabmessungen.

Holzbriketts

Holzbriketts sind Presslinge aus forstlicher Biomasse. Bitte verwenden Sie ausschließlich geprüfte und gekennzeichnete Holzbriketts nach ÖNORM M 7135. Beachten Sie, dass die Masse pro Stück maximal 1 kg betragen soll (erforderlichenfalls die Holzbriketts zerteilen). WICHTIG: Das Verbrennen von Abfällen, Kunststoffen, Ölen und geklebtem oder imprägniertem Holz schadet sowohl Ihnen als auch der Umwelt.

Kachelofen richtig heizen

Haben Sie die anfängliche Einlaufphase abgeschlossen, können Sie damit beginnen Ihren Kachelofen bei voller Leistung zu betreiben. Grundlegend kann gesagt werden, dass man den Kachelofen nicht zu stark mit Brennmaterial füllen sollte. Zeitgleich sollte auch nicht zu wenig Brennmaterial verwendet werden, da die für eine saubere Verbrennung benötigte Temperatur sonst nicht erreicht werden kann. Nachfolgend finden Sie eine Schritt für Schritt Anleitung.

  1. Schlichten Sie das Holz kreuzweise auf. Achten Sie darauf dass die jeweiligen Scheitel locker aufeinander liegen.
  2. Verwenden Sie ein Stück Papier oder Spanholz als Anzündhilfe. Alternativ können auch Zündwürfel verwendet werden, je nach Menge an Brennstoff sollten hierbei aber 2 bis 3 Würfen gleichzeitig verwendet werden. Bei weniger Brennstoff sollte von unten angezündet werden, bei mehr Brennstoff empfiehlt sich das Anzünden auf dem oberen Drittel.
  3. Lassen Sie die Kamintür für etwa 20 Minuten komplett geöffnet um dem Feuer genügend Verbrennungsluft zuzuführen.
  4. Nach 20 Minuten drosseln Sie die Luftzufuhr indem Sie das Tür nur noch einen Spalt offen lassen.
  5. Nachdem der Brennstoff im Kachelofen komplett abgebrannt ist, sollte die Tür komplett geschlossen werden. Sie erkennen dies am Glutstock von dem in diesem Zustand keine blauen Flämmchen (Scheitholz) oder Flämmchen (Holzbriketts) mehr aufsteigen sollten. (Besitzen Sie einen Warmluftkachelofen bzw. Kachelkaminen sollte stets darauf geachtet werden, dass Warme Luft austreten kann. Stellen Sie sicher das Rohrtüren und Jalousien immer geöffnet werden.)
  6. Die Tür des Kachelofens sollte nun erst nach 12 Stunden wieder geöffnet werden. Ab diesem Zeitpunkt können Sie weiteren Brennstoff zugeben und von vorne beginnen.

Kachelofen qualmt beim Anheizen

Qualmt es beim Anheizen des Kachelofens aus der Kachelofentür gibt es höchstwahrscheinlich Probleme mit dem Abzug. In den meisten Fällen gibt es in diesem Zusammenhang Probleme in der Übergangszeit in der es passieren kann, dass die Luft um Schornstein kälter ist, als die Außenluft. Die Luft im Schornstein ist somit kälter (schwerer) als die Luft um freien. Im Schornstein ist somit kein Unterdruck vorhanden, der die Warme Luft aus dem Kachelofen ziehen kann. Abhilfe schafft man sich in diesem Zusammenhang, wenn man die Schornsteintür (Reinigungstür im Keller) öffnet. Im Schornstein verbrennen Sie anschließend ein Stück Zeitungspapier um die Luft im Schornstein zu erhitzen und den Unterdruck wiederherzustellen. Alternativ können auch die Rauchgasabzüge verstopft sein. Wir empfehlen eine Regelmäßige Wartung und bieten in diesem Zusammenhang einen Kachelofen-Service an.

Als Hafnermeister empfehlen wir unseren Kunden alle 3-5 Jahre, ein Kachelofenservice durchführen zu lassen.

Beim Ofenservice werden die Rauchgaszüge von der abgelagerten Flugasche, die beim Abbrand entsteht, gereinigt. Mehr Infos zum Kachelofenservice

Asche im Kachelofen entfernen

Bei der Nutzung von Scheitholz oder Holzbriketts fallen nur recht wenig Verbrennungsrückstände an. Pro Heizperiode sollte trotzdem mehrmals kontrolliert werden wie viel Asche im Kachelofen zurückgeblieben ist. Die Asche darf maximal 8cm hoch sein, sollte aber bereits weitaus früher entfernt werden.

Warum verschmutzt das Sichfenster meines Kachelofens

Schmutzentwicklung im Kachelofen ist ganz normal und wird durch die Verbrennung von Holz hervorgerufen welche Ruß und Ascheteilchen produziert. Bei starker Verschmutzung des Sichtfensters sollte man einen Blick auf die verwendeten Brennstoffe werfen. Feuchtes Holz produziert mehr Schmutz, (Holz sollte 2 bis 3 Jahre trocken eingelagert werden, bevor man es verheizt). Papier, Abfälle oder andere ungeeignete Brennstoffe können auch an einer starken Verschmutzung schuld sein und den Kachelofen in weiterer Folge auch beschädigen. Heizen Sie ausschließlich mit empfohlenen Brennstoffen kann das Problem des Verschmutzens auch in Verbindung mit einer zu geringen Verbrennungsluftzufuhr liegen. Variieren Sie die Zugabe der Verbrennungsluft und stellen sie zudem sicher, dass die Rauchgasabzüge sowie der Schornstein in Ordnung sind.

Sollten Sie Probleme mit Ihrem Kachelofen haben, beraten wir Sie gerne.  Unseren Kunden bieten wir zusätzlich spezialisierte Reinigungsmittel an, mit deren Hilfe auch der hartnäckigste Schmutz am Sichtfenster entfernt werden kann.

Welche Leistung hat mein Kachelofen

Ihr Hafnermeister hat für Sie die richtige Ofengröße und den passenden Wärmeleistungsbereich von 1,4 bis 2,7 kW ermittelt. Die maximale Leistung erreichen Sie durch Auflegen von 10,0 kg Holz (bei Holzbriketts 8,5 kg, weil diese künstlich getrocknet sind und damit einen höheren Energiegehalt besitzen) im Intervall von 12 Stunden. Die Brennstoffmenge kann bis zur Hälfte verringert werden, das sind bei diesem Kachelofen 5,0 kg. Diese Mindestmenge darf nicht unterschritten werden, da es sonst zu Funktionsstörungen kommen kann.

Genauere Informationen zur Inbetriebnahme (Trockenheizen)

Beim Setzen Ihres Ofens hat der Hafner auch Wasser verwendet. Dieses muss durch das sogenannte
„Trockenheizen“ ausgetrieben werden. Dazu ist es notwendig, den Ofen in Anwesenheit des Betreibers bei offener Luftzufuhr ca. 10 mal zu beheizen ohne nach dem Heizen abzusperren. Verbrennen Sie dazu ca. 2,5 kg trockenen Brennstoff. Warten Sie bis zum nächsten Anheizen mindestens 8 Stunden. Mit jedem Heizen können Sie die Brennstoffmenge steigern, bis schließlich die maximale Holzmenge von 10,0 kg erreicht ist.

Warum setzt Hafnermeister Sulzer auf Adex Produkte

Naturstein zieht bei falschem Kleber zu viel Feuchtigkeit. Diese Feuchtigkeit hat man anschließend im Raum (Schimmelgefahr), zudem wird mehr Zeit benötigt um die Verlegung abzuschließen. Die Mehrkosten für das Produkt ersparen sich unsere Kunden somit bei der Arbeitszeit. Wie genau sich die qualitativen Unterschiede bemerkbar machen, veranschaulicht das folgende Video.

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